Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) haben unser Leben tiefgreifend verändert. Sie durchdringen unseren Alltag und bestimmen zunehmend das Aussehen und Verständnis verschiedener Lebensbereiche wie Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesundheit. Wir leben mehr und mehr in einer hochtechnologischen „Infosphere“, in einer „Onlife-Welt“ (L. Floridi). Mit diesen Entwicklungen gehen zugleich vielfältige ethische Herausforderungen einher, z.B. mit Blick auf ,privacy‘ und Sicherheit, digitale Souveränität und Wohlbefinden, Verantwortung und Transparenz, Fake News und Meinungsfreiheit, Diskriminierung und die ,digital divide‘. Mit welchen ethischen Problemen sind wir konfrontiert, wenn Künstliche Intelligenz die IKT durchdringt und optimiert? Welchen ethischen Gestaltungsrahmen brauchen wir für die Entwicklung und Implementierung von IKT? Was bedeutet ethisches Design und wie sollte es aussehen?
Die Vorlesung führt systematisch in diese Fragestellungen ein und diskutiert anhand praktischer Beispiele ethische Probleme der IKT sowohl im individuellen als auch im gesellschaftlichen Bereich. Studierende, die die Vorlesung absolviert haben, werden danach wichtige ethische Fragen der IKT beschreiben und erläutern können sowie in der Lage sein, verschiedene Handlungsoptionen anhand ethischer Kriterien und Positionen kritisch zu beurteilen. Es wird erwartet, dass Teilnehmende für jede Sitzung einen thematischen Text durchlesen, sich an Diskussionen beteiligen und während des Semesters ein Referat übernehmen.
Die Prüfungsform für Informatikstudierende besteht aus einer Präsentation und einer schriftlichen Aufgabe.
